Hyperhidrose
Behandlung mit Antitranspirantien, Iontophorese, Botulinumtoxin oder Tabletten, je nach Ausprägung und Körperregion.
Was ist Hyperhidrosis?
Hyperhidrosis bezeichnet übermäßiges Schwitzen, das über die normale Temperaturregulation hinausgeht. Die primäre Form tritt ohne erkennbare Ursache auf und betrifft meist Achseln, Hände, Füße oder Gesicht. Die sekundäre Form entsteht als Folge anderer Erkrankungen oder Medikamente.
Die Belastung geht weit über das physische Unbehagen hinaus: Betroffene erleben oft erhebliche Einschränkungen im Beruf und sozialen Leben.
Behandlungsmethoden
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Botulinumtoxin (Botox) – Blockiert die Signalübertragung an die Schweißdrüsen. Deutliche Reduktion der Schweißproduktion möglich. Wirkdauer ca. 3 Monate, in günstigen Fällen länger.
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Aluminiumchlorid-Präparate – Hochkonzentrierte Antitranspirantien als erste Behandlungsoption bei leichter bis mittelschwerer Hyperhidrosis.
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Systemische Therapie – Anticholinergika bei generalisierter Hyperhidrosis oder wenn lokale Behandlungen nicht ausreichen.
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Iontophorese – Elektrischer Gleichstrom reduziert die Schweißproduktion. Wird vor allem an Händen und Füßen eingesetzt. Geräteverordnung für Heimtherapie möglich.
Botulinumtoxin-Behandlung
Botulinumtoxin ist ein etabliertes Verfahren bei fokaler Hyperhidrose. Das Protein blockiert vorübergehend die Nervensignale an die Schweißdrüsen, ohne diese zu schädigen.
Behandlungsablauf: Nach Markierung der betroffenen Areale erfolgen 10–15 oberflächliche Injektionen pro Achselhöhle. Bei Bedarf kann eine Betäubungscreme aufgetragen werden. Die Behandlung dauert etwa 20–30 Minuten.
Wirkungseintritt: Nach 2–7 Tagen, volle Wirkung nach etwa 2 Wochen. Arbeiten und Ausgehen ist am selben Tag möglich.
Das sollten Sie wissen
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