Überblick

Moderne Früherkennung

Die digitale Hautkrebsvorsorge kombiniert hochauflösende Bildgebung mit computergestützter Analyse. Jedes Muttermal wird erfasst, katalogisiert und bei Folgeuntersuchungen objektiv verglichen – Veränderungen werden so früh erkannt, lange bevor sie klinisch auffällig werden.

Das Verfahren eignet sich besonders für Patienten mit zahlreichen Muttermalen, familiärer Vorbelastung oder bereits aufgetretenen Hautveränderungen.

Canfield IntelliStudio III Ganzkörperscanner für digitale Hautkrebsvorsorge

Technologie

Canfield Intellistudio III®

Hochauflösendes Bildanalysesystem mit über 50 Megapixel. Die DEXI-Analyse (Dermoscopy Explainable Intelligence) bewertet dermoskopische Merkmale und berechnet einen objektiven Risiko-Score für jede Läsion.

Ablauf

Die Untersuchung

1

Ganzkörpererfassung

Standardisierte Aufnahmen der gesamten Hautoberfläche mit normalem und polarisiertem Licht. Automatische Erstellung Ihrer digitalen Hautlandkarte.

ca. 2 Minuten
2

Detailaufnahmen

Auffällige Hautveränderungen werden mit digitaler Dermatoskopie in bis zu 70-facher Vergrößerung dokumentiert. DEXI-Analyse in Echtzeit.

3

Befundung

Gemeinsame Besprechung aller Befunde anhand der hochauflösenden Bilder. Fundierte Einschätzung und individuelle Empfehlungen.

Indikationen

Für wen ist die Untersuchung besonders sinnvoll?

Familiäre Vorbelastung mit Hautkrebs
Mehr als 50 Muttermale am Körper
Heller Hauttyp, schwer bräunend
Atypische oder dysplastische Nävi
Vorangegangene Hautkrebserkrankung
Berufliche oder häufige UV-Exposition

FAQ

Häufige Fragen

Das DEXI-System (Dermoscopy Explainable Intelligence) analysiert dermoskopische Bildmerkmale wie Farbe, Form und Struktur. Für jede Aufnahme wird automatisch ein Score auf einer Skala von 0–10 berechnet – höhere Werte deuten auf erhöhtes Risiko hin. Die KI-Analyse dient als zusätzliches Sicherheitsnetz zur ärztlichen Beurteilung. Die finale Entscheidung trifft immer der Facharzt.
Nein. Die Videodermatoskopie arbeitet ausschließlich mit sichtbarem Licht und speziellen optischen Verfahren. Es gibt keinerlei Röntgen- oder ionisierende Strahlung. Die Untersuchung ist vollkommen ungefährlich und kann beliebig oft wiederholt werden.
Die Intervalle richten sich nach Ihrem individuellen Risikoprofil: Niedriges Risiko: Alle 12–24 Monate. Mittleres Risiko: Alle 6–12 Monate. Hohes Risiko: Alle 3–6 Monate. Sehr hohes Risiko: Individuell, ggf. alle 3 Monate.
Bei auffälligen Befunden besprechen wir das weitere Vorgehen individuell: Engmaschige Kontrolle: Oft reicht zunächst eine Verlaufsbeobachtung. Dermatoskopische Kontrolle: Zusätzliche Detailaufnahmen zur Bewertung. Biopsie: Gewebeentnahme zur histologischen Sicherung. Komplette Entfernung: Bei eindeutig verdächtigen Läsionen. Die digitale Dokumentation hilft, nur wirklich notwendige Eingriffe durchzuführen.
Die digitale Hautkrebsvorsorge mit Ganzkörperfotografie ist eine privatärztliche Leistung und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Die Kosten beginnen ab 119 €. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in der Regel vollständig. Für Selbstzahler erstellen wir vor der Untersuchung einen transparenten Kostenvoranschlag.
Bitte entfernen Sie vor dem Termin Nagellack und Make-up, da auch diese Bereiche untersucht werden. Vermeiden Sie am Untersuchungstag Körperlotion, da diese die Bildqualität beeinträchtigen kann. Lange Haare sollten hochgesteckt werden können, um die Kopfhaut beurteilen zu können. Lockere Kleidung erleichtert das schnelle Umziehen.
Das gesetzliche Hautkrebsscreening erfolgt als Sichtuntersuchung mit bloßem Auge oder einem einfachen Handdermatoskop. Bei der digitalen Hautkrebsvorsorge verwenden wir den Canfield IntelliStudio III mit über 50 Megapixel Auflösung und KI-gestützter Analyse. Jedes Muttermal wird standardisiert fotografiert und mit früheren Aufnahmen verglichen – kleinste Veränderungen werden so objektiv erkannt, lange bevor sie mit bloßem Auge sichtbar wären.
Achten Sie auf die ABCDE-Regel: Asymmetrie (unregelmäßige Form), Begrenzung (unscharfe Ränder), Colorit (mehrere Farben in einer Läsion), Durchmesser (größer als 5 mm), Entwicklung (Veränderung über Zeit). Bei einem dieser Merkmale sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Die Selbstuntersuchung ersetzt jedoch nicht die professionelle Vorsorge mit digitaler Bildgebung.
Diese Sorge verstehen wir gut und nehmen sie ernst. Wichtig zu wissen: Die allermeisten untersuchten Hautveränderungen sind harmlos. Sollte tatsächlich ein auffälliger Befund vorliegen, ist die Früherkennung der entscheidende Vorteil – in frühen Stadien bestehen in der Regel gute Behandlungsmöglichkeiten. Wir nehmen uns Zeit, alle Befunde verständlich zu erklären und begleiten Sie bei jedem weiteren Schritt.